Kulturrundreise durch den Oman

Erst seit wenigen Jahren ist es überhaupt möglich, dieses sehr ursprüngliche Land im Südosten der Arabischen Halbinsel zu bereisen. Berge bis 3000 m Höhe, lange Strände und Bilderbuch-Sandwüsten liegen hier eng beieinander. Das Trekking durch die zerklüfteten Felsformationen des Hajar-Gebirges zu Beginn verleiht der Reise ihren besonderen Charakter, ehe Sie in den Sanddünen der Ramalat al-Wahiba unter dem atemberaubenden Sternenzelt übernachten. In den Palmenoasen von Bahla und Nizwa ergeben sich zahlreiche Möglichkeiten, mit den herzlichen Omanis in Kontakt zu kommen und die arabische Gastfreundschaft kennen zu lernen. Abgerundet wird diese Reise mit dem Aufenthalt im wunderschönen Wadi Shab mit seinen kühlen Felsenpools. Gern können Sie Ihre Reise auf Wunsch in Musandam oder Salalah verlängern.

ab 3.090 € p.P.

      

Oman grenzt im Nordwesten an die Vereinigten Arabischen Emirate, im Westen an Saudi-Arabien und im Südwesten an Jemen. Das Klima im Sultanat unterscheidet sich von Region zu Region stark voneinander und ist feucht-heiß an der Küste und trocken-heiß im Landesinnern. Es gibt grob gesehen zwei Jahreszeiten: Der Sommer, der von Mai bis September dauert, ist mit Tageshöchsttemperaturen zwischen 40 °C und 48 °C für die meisten Europäer unerträglich heiß. Ein weiterer Nachteil der Sommermonate ist die extrem hohe Luftfeuchtigkeit, die mit Werten von über 90 % so manchem Kreislauf mehr zu schaffen macht als die eigentliche Hitze. Wesentlich milder ist der Winter, der von Oktober bis April dauert. Die „kalte Jahreszeit“ bringt, auch für Europäer, relativ angenehme Temperaturen zwischen 20 und 30 °C. Die Luft ist trocken und klar, und nur hin und wieder regnet es. In den Bergen fällt allerdings mehr Niederschlag als an den Küsten. Sonnenschein und blauen Himmel kann man fast das gesamte Jahr über genießen. Die Sonnenscheindauer liegt im Winter bei durchschnittlich neun Stunden pro Tag. Oman ist eines der am dünnsten besiedelten Länder der Erde. Etwa 5 % der Bevölkerung leben noch als Nomaden. Die Gefährdung durch Gewalt- und Diebstahlskriminalität ist sehr gering. Ausflüge in die Grenzgebiete im Dreiländereck Jemen/ Saudi Arabien/ Oman, sollten, wenn überhaupt, nur mit mehreren Fahrzeugen unternommen werden.

 

Reiseverlauf :

 1. Tag – Anreise und Maskat (F)

Abends Abflug von Frankfurt (München auf Anfrage) nach Maskat, wo Sie am nächsten Morgen eintreffen. Transfer zum Hotel, das nicht weit entfernt vom Souq in Mutrah liegt. Nach einer kleinen Pause starten Sie zu einer ersten Wanderung rund um Mutrah. Kaum verlassen Sie die quirlige Uferpromenade, fühlen Sie sich wie in eine andere Welt versetzt (Gehzeit ca. 1,5 Stunden, etwa 150 Höhenmeter). Die Wanderung endet am Souq von Mutrah, den Sie noch gemütlich durchbummeln. Hotelübernachtung in Maskat.

2. Tag – Trekking im Massiv des Jebel Akhdar 3×(F/M/A)

Von Mutrah geht es zunächst zur Großen Moschee, die als eine der wenigen omanischen Gebetshäuser auch von Nichtmuslimen betreten werden darf. Über die Autobahn fahren Sie dann an den südlichen Fuß des Jebel-Akhdar-Massivs, wo Sie die Oase Birkat al-Mauz besichtigen. Eine steile Bergstraße bringt Sie auf 2000m Höhe, wo Sie kleine Dörfer erreichen, auf deren Feldern die Rosen für das berühmte Rosenwasser angebaut werden. Etwa anderthalb Stunden wandern Sie entlang der Terrassenfelder und Bewässerungskanäle. Zeltübernachtung auf dem Hochplateau.

Zwei Tageswanderungen im Bergmassiv des Jebel Akhdar führen uns durch Bergdörfer, zu Palmenoasen und Bewässerungskanälen, wo Sie immer wieder phantastische Ausblicke genießen können. Zunächst geht es von Manakhir nach Qarn Wukan auf den Grat der Passhöhe zum Wadi Mistal, von wo Sie die überwältigende Aussicht in die Täler genießen, die vom Plateau hinabführen. Am nächsten Morgen wandern Sie von Ar-Ruus hinab nach Qiyut, einem kleinen Bergdorf. An beiden dieser Tage gehen wir ca. 5-6 Stunden und jeweils knapp 1000 Höhenmeter. 3 Übernachtungen im Zelt.

3. – 9. Tag – Wadi Bani Awf und Jebel Shams 4×(F/M/A)

Mit den Wagen überqueren Sie einen 2000m hohen Pass und erreichen auf der Nordseite das Wadi Bani Awf. Sie wandern von Hat durch die ausgedehnte Bergoase Balad Seet, bevor es entlang der Bergflanke bis zum kleinen Dorf Selma und weiter nach Bimah geht (Gehzeit insgesamt etwa 5 Stunden, rund 700 Höhenmeter). Sie übernachten in einem Haus, das mit einer Berghütte vergleichbar ist.
Der nächste Tag gehört zu den anstrengendsten, aber auch schönsten der Tour: wandern über einen schmalen und steilen Weg die rund 1000 Meter hinauf von Balad Seet bis auf den Grat. In Ihren Zelten verbringen Sie die Nacht auf fast 2000m.
Nun geht es etwas über 1000 Höhenmeter die Südseite der Berge hinab, die deutlich flacher ist. Am Nachmittag erreichen Sie das Bergdorf Misfah, das mit seiner Architektur aus Natursteinen zu den schönsten Omans gehört. Am Dorfrand schlagen Sie die Zelte auf.
Mit den Geländewagen geht es hinauf auf den Jebel Shams, wo Sie zunächst den Ausblick auf den „Grand Canyon“ Omans genießen, bevor Sie zu einer etwa drei- bis vierstündigen Wanderung am Rande der Schlucht starten (etwa 200 Höhenmeter hinab und wieder hinauf). Die Nacht verbringen Sie auf dem Berg in einem festen Zeltcamp.

1 Übernachtung in Berghütte, 2 Übernachtungen im Zelt, 1 Übernachtung im Zeltcamp.

10. – 11. Tag – Nizwa und die Ramlat al-Wahiba 2×(F/M/A)

Am Morgen bringt Sie eine gut einstündige Fahrt nach Nizwa, der alten Hauptstadt Omans. Sie bummeln durch den Souq und besuchen das Fort mit seinem mächtigen Rundturm. Am Nachmittag geht es in den Osten des Landes, wo Sie die Zelte in den Dünen der Sandwüste Wahiba Aufschlagen. Den nächsten Tag verbringen Sie komplett in der Wüste. Zu Fuß wandern Sie durch die Sanddünen. Am Morgen legen Sie eine längere Etappe zurück (ca. 3 Stunden), am Nachmittag nach der ausgiebigen Mittagsrast eine kürzere, bevor Sie das Wüstencamp erreichen, in dem Sie übernachten (feste Zelte mit Bad). 1 Übernachtung im Zelt, 1 Übernachtung im Zeltcamp mit Bad.

12. – 14. Tag – Die Wadis der Sharqiyah (3×F/3×M/A)

Eine kurze Fahrt bringt Sie zum Wadi Bani Khalid. Sie wandern jedoch nicht im bekannten (und relativ vollen) oberen Teil des Wadis, sondern laufen es hinab. Etwa fünf Stunden sind Sie durch eine phantastische Landschaft unterwegs und müssen kleinere Abschnitte auch schwimmend zurücklegen. Am Nachmittag fahren Sie weiter nach Sur, wo Sie in einem Hotel direkt am Meer übernachten.

Am Morgen erkunden Sie den Hafenort Sur ausgiebig. Etwas weiter westlich erreichen Sie das Wadi Shab, in das Sie ein Stück hineinwandern und sogar ein Bad in einem Felsenpool nehmen können (Gehzeit etwa 2-3 Stunden). Die Zelte bauen Sie direkt am Meer auf.
Bevor es nach Muscat zurück geht, unternehmen Sie eine letzte Wanderung im Wadi Tiwi. Es geht an Bewässerungskanälen entlang und durch kleine Bergdörfer, bis Sie auch hier Badepools erreichen und uns erfrischen können, bevor es zurückgeht (Gehzeit etwa 2 Stunden, ca. 150 Höhenmeter hinauf und wieder hinab).
Nach etwa 2 Stunden Fahrt kehren Sie nach Muscat zurück und beziehen wieder die Zimmer im gleichen Hotel in Mutrah, so dass Sie am Abend noch einen Bummel durch die Gassen unternehmen können.

2 Übernachtungen im Hotel; 1 Übernachtung im Zelt

15. Tag – Rückreise (F)

Am Vormittag erfolgt der Transfer zum Flughafen für den Rückflug nach Deutschland. Alternativ können Sie natürlich in Maskat verlängern.

Leistungen :

  • Linienflug ab/an Frankfurt mit Oman Air oder anderen Fluggesellschaft in Economy Class inkl. Tax und Kerosinzuschlägen (Stand 1.8.16)
  • Landeskundige deutschsprachige Reiseleitung
  • Rundreise im Geländewagen
  • Alle Eintritte lt. Programm
  • Camping-Ausrüstung mit 2-Personen-Zelten und Expeditionsküche
  • 3 Ü: Hotel im DZ
  • 7 Ü: Zelt
  • 2 Ü: Tented Camp
  • 1 Ü: Hütte
  • Mahlzeiten: 14×F, 12×M, 10×A
  • Nicht enthalten sind : Nicht genannte Mahlzeiten und Getränke; Visum Oman OMR 20 (ca. EUR 50); evtl. Erhöhung von Gebühren und/oder Kerosinzuschlägen nach dem 1.8.16; Trinkgelder; Persönliches

Termine und Preise :

vonbisPreis p.P.
11.11.201725.11.20173.090€
22.12.201705.01.20183.290€
Zusatzkosten :
EZ-Zuschlag : 240€
Rail and Fly : 40€

Hinweise und Tipps :

  • Keine Einzelzimmer in den Berghütten/Häusern möglich.Vier Reisende und ein Fahrer teilen sich ein Fahrzeug. Einzelne Mittagessen werden auch als Picknick angeboten.
  • Während des Trekkings wird das Gepäck durch die Wagen transportiert, so dass jeder nur sein Tagesgepäck trägt.
  • Vor der Reise : Ein Visum ist für die Einreise nach Oman erforderlich. Dieses ist seit Juli 2003 bei Einreise am Flughafen in Muscat und an den Landübergängen zu den VAE erhältlich (20 RO, 4 Wochen gültig, auf 8 Wochen verlängerbar). Antragsformulare werden bereits im Flugzeug ausgeteilt, Passbilder werden nicht benötigt
  • Gesundheit : Generell sind die hygienischen Verhältnisse und die ärztliche Versorgung in Oman gut bis sehr gut. Auch wenn hochwertige Medikamente überall in Oman zu erhalten sind, so sollte man doch eine gut ausgestattete Reiseapotheke mitnehmen. Sie ist besonders für unerwartete Notfälle sinnvoll und vermittelt zudem ein gewisses Sicherheitsgefühl. Standardmedikamente (manchmal unter anderem Namen) gibt es in jeder Apotheke. Reisende, die regelmäßig eine bestimmte Medizin einnehmen müssen, sollten einen entsprechenden Vorrat mitnehmen.
  • Zahlungsmittel : Die Währung Omans heißt Rial (abgekürzt RO) und ist in 1000 (!!!) Baisa unterteilt. Der Rial ist im Wert fest an den US-Dollar gekoppelt: 1 RO = 2,59 USD (Stand 08/12). Ob man Bargeld als Euro oder Dollar mitnimmt ist weniger wichtig. Dollar haben den Vorteil des leicht besseren Kurses und der besseren Akzeptanz. Dafür muss man beim Kauf auf der heimischen Bank die Abweichung zum Mittelkurs tragen. Kreditkarten der Marken MasterCard/EuroCard und Visa sind weit verbreitet (American Express und Diner’s Club weniger) und werden in den großen Hotels und Restaurants, bei den internationalen Autovermietern, in Antiquitätenläden und Boutiquen fast überall akzeptiert, in den Souqs dagegen eher selten. Manche Geschäfte bieten beim Bezahlen mit Bargeld allerdings Preisvorteile. Mit Kreditkarten kann man auch außerhalb der Öffnungszeiten der Banken und Wechselstuben an zahlreichen Bankautomaten zu Geld kommen. Die dabei anfallenden Gebühren (meist 3 %) werden durch den guten Kurs wettgemacht, so dass die Kreditkarte auch gut für Barabhebungen geeignet ist.
Unsere weiteren Plattformen :

Kommentare sind geschlossen.